Freitag, 30. Januar 2009

Konfrontation

Warum geht die heutige Menschheit so direkt auf Konfrontation? War das schon immer so? Ist es mir bis jetzt nur nicht so aufgefallen, weil ich ausgewogener war, weil ich bedingt durch meine Beschäftigung mit den Kampfkünsten mehr auf das „Ausweichen“ geeicht war und somit auch eine innerliche, ausweichende Position eingenommen habe?
Ist es ein Zeichen von fehlendem Rückgrat, wenn man nicht auf Ellenbogen und Kontra vertraut? Ich weiß es nicht.

Es muss doch immens aufwendig sein, immer mit soviel Energie gegen die Wirren, die auf einen einströmen zu reagieren.

Befindet man sich zwei bis drei Meter vor einer Kasse, wird schon gerangelt, um bloß nicht übervorteilt zu werden.
Im Straßenverkehr hat es, meiner Meinung nach noch extremere Ausmaße. Hier wird gehupt, geflucht und wild gestikuliert, nur weil der eine Parkplatz drei Meter näher ist, als der Nächste.

Ich höre zurzeit ein Hörbuch mit dem Titel: „Das Geheimnis“. Darin geht es, grob gesagt um das positive Denken und wie man seine Umwelt dadurch beeinflusst, wenn man selber positiv gestimmt ist. Dieses Hörbuch ist sehr auf der Schacka – Schacka-Ebene angelegt, aber dennoch steckt viel Wahres drin. Ist man selber Positiv gestimmt, dann wird einem auch positives Erfahren(mit Absicht nicht Widerfahren, denk mal drüber nach).

Im Umkehrschluss heißt dies dann wohl, das ich zurzeit nicht positiv gestimmt bin, da mir diese Konfrontation auffällt?

Samstag, 17. Januar 2009

Kirschblüte – Hanami

Mit Hannelore Elstner, Elmar Wepper & Aya Irizuki nach Doris Dörrie.

Welch emotional bewegender Film ist das denn?

Ein tief bewegender Film über das Dahinscheiden. Über die Menschen, die zurückbleiben und was mit ihnen passiert. Ein Film über viel emotionale Kälte und Einsamkeit und doch solch ein warmer Film, dass es mich wahrlich zu tränen gerührt hat.

Vielleicht berührt mich dieser Film so sehr, weil ich bedingt durch Ereignisse vonseiten meiner Frau, mir viele Dinge wieder vor Augen geführt habe, die meine Trauer im Leben betreffen. Und dennoch ist es ein großartiger Film mit wahren Schauspielern! Keine Konserve von Hollywood, wahre Handarbeit von Leuten, die ihr Handwerk wahrlich verstehen.

Ich bin immer noch den Tränen nah.

Montag, 12. Januar 2009

Der Weg ist steinig!

Zwei Tage tiefer Verzweiflung, Missmut und Unzufriedenheit liegen hinter mir. Ich hatte einfach die Schnauze voll. Selbst meine sehr bemühte Frau konnte daran nichts ändern. Sämtliche Versuche erstickte ich mit Kommentaren im Keim, solange bis ihr dann auch nichts mehr einfiel, hatte ich das Gefühl. Auch heute war ich, wie am Boden zerstört. Das Gefühl soviel Mühe für nichts und wieder nichts getan zu haben. Dabei rede ich von meinen Bemühungen Heilpraktiker, zu werden. Ich pauke und pauke und pauke, hatte jedoch nicht das Gefühl wirklich was zu behalten. Und dann kam die Erlösung bei meinem Lehrer, den der hörte sich das alles an und belehrte mich dann eines besseren. 
Er zeigte mir, dass da doch einiges hängen geblieben war, zeigte mir aber auch einen Weg, wie ich besser lernen könne. Jetzt gehe ich mit neuem Mut an die Sache ran und ja, jetzt will ich es wieder wissen! Wie sagt meine Frau immer? Ein Nein hast Du, ein Ja kannst Du bekommen. Im übertragenen Sinne kann ich nur gewinnen, wenn ich durchhalte. Im März ist die Prüfung, und selbst wenn ich sie nicht schaffen sollte, dann habe ich jedoch sehr viel Erfahrungen sammeln können und vielleicht schaffe ich es dann im Oktober. 

Aber noch etwas hat mein Lehrer mir heute klar gemacht. Ich muss wieder Freude an den Dingen finden, die ich damit machen möchte. Das heißt, ich muss dieses ganze Bücherwissen in der Praxis wiederfinden. Das tue ich allerdings nur, wenn ich tatsächlich Praxis mache. Das heißt nicht, dass ich jemanden schon behandeln soll, sondern mit den Sachen die ich schon kann Wellness-mäßig zu arbeiten und da dann zu sehen wer was wie und wo hat.

Und da hat er verdammt recht!

Dienstag, 6. Januar 2009

Taiji im Schnee

Gestern, nach der Arbeit waren wir noch im Park und haben eine Runde Taiji im Schnee gemacht. Es war sehr schön, das Ambiente war sehr beeindruckend und das Taiji eine wahre Herausforderung. Für mich war es eine sehr gute Schulung meiner Standsicherheit. Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, gutzustehen, lehrte mich der Schnee, dass ich doch noch nicht das volle Gewicht verlagert hatte. 
Nur hohe Anforderungen an die Durchführung der Form darf man nicht haben. Zum einen ist man eingepackt, wie jemand er eine Polarexpedition macht und zum anderen braucht man festes Schuhwerk im Schnee, was meiner Meinung konträr mit gutem Taiji geht. 

War schon sehr interessant und ja, man darf sagen wir sind Hardcore-Taijiler.