Mittwoch, 28. Dezember 2011

Vorhaben für 2012

In vielen Blogs ist zurzeit zu lesen, was die einzelnen Autoren sich für das neue Jahr vornehmen. Damit verbunden ist auch eine Rückschau, ein reflektieren des letzten Jahres. Ich möchte es ebenfalls versuchen und bin wirklich sehr gespannt, was dabei raus kommt.

Ich habe die letzten drei Monate damit verbracht, mir über einige Dinge in meinem Leben klar zu werden und habe auch verschiedene Dinge ausprobiert. Wie sich für mich herausstellte, war dies notwendig, um mit den entsprechenden Vorhaben im neuen Jahr konsequent und durchdachter zu beginnen.

So habe ich verschiedene Tagesrhythmen für mich ausprobiert und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mir am Vormittag keine Pausen erlauben darf, die größer als 5-10 Minuten ist. Zur Mittagszeit ist das natürlich notwendig. Hier darf ich dann auch nichts “Berieselndes” am Rechner machen, sonst hänge ich fest und vergesse die Zeit. Das Aufraffen ist für mich dann immens schwer und fast nicht zu bewerkstelligen.

Mein Vorhaben für das Jahr 2012 ist also, meinen Rhythmus konsequent durchzuziehen. Nicht mit mir selber anzufangen zu diskutieren und auch keine "falsche Rücksicht” auf andere zu nehmen. Einfach aus dem Grund, weil ich dann im “Warten auf andere” verweile. Ich habe einen Hang dazu, dies als Entschuldigung zu benutzen, warum ich etwas nicht gemacht habe.

So, nun endlich zu den drei großen Punkten, die ich im neuen Jahr angehen möchte.

Als Erstes steht da mein beruflicher Werdegang. Der ist zweigeteilt. Zum einen steht da das Finden eines neuen Jobs an. Hier muss ich konsequenter und vor allem unabhängiger von der Agentur für Arbeit suchen. Bis jetzt habe ich das Portal der Jobagentur genutzt, was ich auch weiter tun werde, jedoch auf, für mich, besser nachvollziehbare Weise.

Zum anderen meine Selbstständigkeit. Hier muss ich mehr in Aktion treten und Stellen direkter und unmittelbarer ansprechen. Konsens daraus: Mehr Aktivität!

Zweites Thema ist meine Ausbildung zum Heilpraktiker. Auch hier habe ich verschiedenes ausprobiert und herausgefunden, dass ich eine sehr viel höhere Wiederholungsrate haben muss, damit die Dinge sich festigen und tiefer in mich eindringen. Dies möchte ich mit Karteikarten bewerkstelligen. Diese Dinger haben mehrere Vorteile. Ich kann sie überall mit hinnehmen. Ich kann sie mir gestalten, wie ich es brauche und will. Und ich verzettel mich nicht in puren Abschreiborgien, weil soviel nicht darauf passt. Es muss konzentriert sein. Konsens daraus: Mehr Konzentration!

Und das dritte, sowie auch letzte Thema ist meine spirituelle und für mich damit verschmolzene auch körperliche Ausbildung. Mein Taijiquan-Training habe ich hier auch vielen verschiedenen Gesichtspunkten unterzogen und bin darüber eingekommen, dass reines Formenlaufen für mich nicht mehr funktioniert. Hier möchte ich auch ein neues Trainingsprogramm für mich durchlaufen, welches ich in drei Sparten unterteilt habe. Körperliche Fitness, hierzu zählt ein gutes Aufwärmprogramm mit Konditionstraining und Krafttraining. Wobei Krafttraining jetzt nicht auf Bodybuilding ausgerichtet ist, sondern auf generellen Muskelaufbau, der speziell mir und meinem Rücken helfen soll.

Kleiner Einschub hierzu, ich habe endlich mein Problem mit meinem Rücken angegangen und durfte feststellen, dass ich im unteren Rücken scheinbar nur verspannte Muskeln habe. Hier sollen jetzt Massagen Abhilfe schaffen.

Grundlagentraining ist die zweite Sparte. Hier werde ich JibenGong-Aspekte, wie ChansiGong, Zhan Zhuang und einzelne Formenteile wiederholt durchlaufen.

Dritte Sparte sind dann die Formen. Und auch hier möchte ich versuchen nicht einfach nur Formen zu laufen, sondern immer mit einem Schwerpunkt. Sei es, dass ich eine ganze Woche versuche so tief wie möglich zu laufen, oder so langsam wie möglich, oder so viele Prinzipien zu entdecken, wie es mein momentaner Wissensstand es erlaubt. Was ich hier noch für mich ausknobeln möchte, ist, ob ich immer alle Formen laufe oder ob es besser ist, mir pro Tag eine Form zu nehmen und die öfters zu wiederholen. So, dass ich dann innerhalb einer Woche alle Formen an mindestens 2 Tagen gehabt habe.

Zwei bis dreimal die Woche möchte ich dann auch die 13 Hände des Boddhidharma wiederholen.

Konsens hieraus: Mehr Bewusstsein!

Die drei großen Punkte sind also: Aktivität, Konzentration und Bewusstsein.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Klangwelt–Schiller–Live 2011

Gestern war es dann endlich soweit, ich durfte mein Geburtstagsgeschenk meiner Frau einlösen. Wir sind frühzeitig nach Aachen gefahren und haben noch kleine Erledigungen für uns und für Weihnachten getätigt, um rechtzeitig am Eurogress zu sein.

Nach kurzer Zeit ging es dann auch in den Vorraum, der sehr viel angenehmer war, als der Vorplatz. Kein Wind, keine Kälte.

Alles verlief sehr flüssig und gesittet, das Publikum von Schiller ist ein sehr gesittetes und wohlerzogenes, also kein Gerangel oder Geschuppse. Was auch nicht nötig gewesen wäre, weil jeder ja Sitzplätze hatte.

schiller-2010-10-04Alles war recht minimalistisch gehalten. Die Vorräume, in denen ein kleiner Stand war, wo man Merchandise erstehen konnte, waren regelrecht spartanisch. Und auch der Konzertsaal und die Bühne waren auf das Nötigste reduziert.

Was sich beim Konzert dann auch für mich als absolut super herausstellte. Nichts was von der Musik ablenkte. Kein Blickfang, der einen lange festhält. Nur die Musik und die Lichtshow. Und auch die Lichtshow war klein gehalten. Sie war sehr stimmig und erzeugte genau das, was die Musik brauchte – Raum!

Den die Musik brauchte auch Raum, so einzigartig und atmosphärisch, wie sie war. Sie verleitete einen zum wegschweben. Für M. kreierte sie Bilder und Welten in die sie eintauchte, für mich war es wie ein 2 1/2 stündiger, tranceähnlicher Rausch. Ich habe nicht nachgezählt, wie viele Songs gespielt wurden. Wobei ich nicht sagen würde, dass es wirklich Songs waren, sondern Klangbilder, die einen einfach mit nahmen. Nur einen Song kannte ich, und der wurde kurz vor der Pause gespielt und hieß: “Ein schöner Tag”. Ja, es war für wahr ein sehr schöner Tag.

Herr Christopher von Deylen, wie Schiller mit bürgerlichem Namen heißt, versteht es eine Klangwelt zu schaffen, die genau das macht, einen schönen Tag!

Danke für dieses außergewöhnliche, faszinierende und mitnehmende Konzert!

Schiller - Homepage

Dienstag, 22. November 2011

Manchmal braucht es einfach…

Seit einiger Zeit verzweifle ich ein wenig beim Taijiquan. Ich merke einfach keinen Fortschritt, keine Veränderung, keine neue Erkenntnis. Mein Trainingspensum habe ich erhöht, ich mache mehr Wiederholungen. Probiere einzelne Passagen in Folge zu üben und erweitere auch immer mehr das JibenGong.

Vor ein paar Tagen habe ich mir dann ein bisschen den Rücken verdreht und konnte nicht so trainieren, wie ich wollte. Habe es mehr geschludert gemacht, als wirklich mit Intention und Aufmerksamkeit.

Am Montag habe ich dann meine Meditatonsvorbereitung ein wenig verändert, auch hier mehr Wiederholungen gemacht und siehe da, dem Rücken ging es schlagartig besser. Heute Morgen wiederholte ich das Prozedere genauso wie am Montag und siehe da, die Form lief wie am Schnürchen. Die 16er & 37er des nördlichen Wu-Stils machte mich dann so richtig schön warm und ich merkte das mein Qi gut fließt.

Als ich dann die 13er Chen lief, merkte ich, dass sich hier etwas tat. Die leichten Unsicherheiten waren weg. Einige Bewegungen waren mir jetzt klarer und ließen sich bewerkstelligen.

Tja und dann kam die Schwertform, das Taijijian. M. und ich hatten uns vor knapp einem Monat bei unserem Shifu eine Privatstunde gegönnt. Natürlich war alles bisher geübte totaler Quark und musste aufs heftigste korrigiert werden. Einige neue Einblicke hat mir das gebracht, aber auch eine echte Baustelle, die einfach nicht funktionieren wollte.

Und was soll ich sagen?! Heute Morgen war es dann klar, der Körper hat es endlich verstanden und der Geist folgte und speicherte es ab. Jetzt habe ich eine Baustelle gemeistert (für meinen Geschmack) und kann zu anderen Baustellen übergehen.

Aber was ich heute Morgen noch mehr gespürt habe war, dass ich jetzt endlich wieder mit vollem Körpereinsatz arbeiten kann. Ich kann wieder an meiner Tiefe arbeiten und die ein oder andere Unsicherheit im Stand angehen. Ich kann mich endlich wieder mehr fordern!

Sonntag, 20. November 2011

Geburtstag

Gestern durfte ich meinen Geburtstag feiern. Im Kreis der Familie war es ein sehr schönes Fest.

Im Gegensatz zu sonst, war ich gestern sogar ziemlich gut drauf. Normalerweise beschleicht mich 1 – 2 Tage vor und an meinem Wiegentag selbst immer eine leichte Melancholie. Vorgestern war das auch der Fall. Ich kann nicht wirklich festmachen woran das liegt. Ich habe keine Angst vor dem “Alt werden” oder dergleichen. Es ist wohl eher so eine “Nach-Innen-Schau”, die ich da vollziehe. Ein Resümee, welches ich da ziehe und neue Pläne für die nächste Zeit schmiede.

Gestern wurde ich jedoch gut abgelenkt. Meine Frau und ich haben diesmal wirklich ALLES selber gekocht und zubereitet und das Ergebnis war in meinen Augen einfach umwerfend! Jedes Gericht war für sich ein Gedicht und die Zusammenstellung war auch auf den Punkt. Alle haben sich nachgenommen und haben mit Freude gegessen.

Abgerundet wurde das Zusammensein mit meinen Eltern und meiner Tante und meiner Frau durch sehr schöne Geschenke. Den Vogel abgeschossen hat natürlich meine Frau – im Dezember werde ich “Schiller” live schauen dürfen! Darauf freue ich mich sehr, weil ich glaube, dass wird ein sehr inspirierender Abend.

Ich bin nicht DER große Musikgenießer. Das hat, in meinen Augen damit zu tun, dass Stimmen mich unheimlich ablenken. Wenn ich also irgendetwas konzentriertes mache und ich dazu Musik laufen habe, dann ist es zu 90% instrumental. Schiller arbeitet zwar auch mit Gesangkünstlern, aber ein Großteil seiner Musik ist instrumental, daher habe ich seine Stücke sehr gerne!

Am Abend, ziemlich fertig, habe ich mich dann noch an den Rechner gesetzt und durfte die ganzen Gratulanten sehen, die mir via Facebook oder Email gratuliert haben. Hierfür auch noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön!

Jetzt geht es in die zweite Lebenshälfte, wenn man dem Durchschnittsalter der deutschen Männer glauben darf. Ich bin gespannt, was noch so auf mich zu kommt, was ich erleben darf und welche Hürden ich nehmen muss/kann/darf.

Samstag, 12. November 2011

Wanderung zum Franzosenkreuz

Am Mittwoch dieser Woche habe ich mich zu einer Wanderung in unserem Wald vor unserer Haustüre entschlossen. Im Internet hatte ich eine Route gefunden, auf der zwei Punkte angegeben waren, die ich erwandern wollte. Um 8.20 Uhr bin ich los marschiert und passierte erst einmal den Orchelsweiher.

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Wenige Meter weiter war dann die beschriebene Schutzhütte und noch einmal ein paar Meter weiter war dann eine Abzweigung. Laut Plan sollte ich eigentlich gerade weiter, aber ich nahm die Abzweigung und bin die Route dann “Rückwärts” gelaufen. IMG_5673

Nach einigen Unsicherheiten und Blicken auf die Zeichnung fand ich dann auch besagtes Franzosenkreuz. Die Erwartung war hoch und ja was soll ich sagen, ein Kreuz halt. Die Inschrift besagt, dass hier 1679 ein französischer Offizier ermordet und begraben wurde. Es steht noch mehr darauf, aber durch Verwitterung ist das nicht mehr zu entziffern.

Ich zückte wieder den Plan und wanderte weiter mit dem Ziel “Schwarzenbroich”. Den dort sollten alte Klosterruinen zu finden sein. Die Unsicherheit irgendwo falsch abgebogen zu sein wuchs und wuchs. Das letzte Schild versprach in 200 Metern die Ruinen zu finden und ja gefühlt marschierte ich sicherlich einen Kilometer, aber ja da waren sie dann. Die Ruinen des alten Klosters Schwarzenbroich.

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IMG_5692Leider musste ich hier feststellen, dass mein Akku von der Kamera fast leer war, so dass ich sparsam mit ihm sein wollte, wenn ich später noch Fotos machen wollte.  Also entschloss ich, nicht so viele Fotos von der Ruine zu machen. Was sehr bedauerlich war, weil ich die wahren, alten Mauern erst ein Stück weiter entdeckte und somit noch einmal wiederkehren muss, damit ich den Rest fotografieren kann.

Von Kloster Schwarzenbroich muss man, laut Karte zurück marschieren, um an einer Weggabelung abzubiegen. Diese Abbiegung führt einen dann zur Laufenburg. Eine gut erhaltene Burg, die ein beliebtes Ausflugsziel hier in der Gegend ist, auch weil hier Gastronomie ansässig ist.

Von hier aus kannte ich mich dann wieder und war binnen 15 Minuten zu Hause. Daheim angekommen blickte ich auf die Uhr und durfte feststellen, dass es 10:45 Uhr war. Ich war also ungefähr 2 Stunden unterwegs gewesen und spürbar durchgewärmt.

Auf diesem ganzen Weg sind mir übrigens 3 Wanderer begegnet. Auf dem Weg zum Weiher eine Dame mit 3 Hunden und auf dem Stück von der Laufenburg zurück zum Weiher, 2 älter Herren mit Wanderstücken. Also eine sehr stille Wanderung. Sie tat mir sehr gut und ich habe das wirklich gebraucht.

Die restlichen Fotos können auf diesem Link betrachtet werden

Fotos der Wanderung

Das JETZT

Thich Nhat Hanh sagt:

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Grausame Natur

Mäuse sind kleine, süße Geschöpfe, in meinen Augen. Katzen auch! Beides zusammen ist grausam!

Eindrucksvoll hat unsere kleine Streunerin mir gerade die Natur vor Augen geführt. Sie hatte sich einen kleinen Abendsnack gefangen – eine Maus. Erst wurde Sie tot gespielt, dann wurde sie einmal durchgekaut und durch die Luft gewirbelt, so das auch wirklich alle Knochen Brei sind. Anschließend wurde in drei Portionen anstandslos und vor allem Rückstandslos aufgefressen.

Ich habe mir das Spiel nicht aus Freude an der Grausamkeit angeschaut, sondern ich wollte eigentlich nur sicher gehen, dass da nichts liegen bleibt und dann die Bude verschandelt.

Dabei wurde mir die Welt und ihre Neutralität vor Augen geführt. Wir Menschen, mit unserem Urteilen in Gut und Schlecht, sind es, die dem ganzen eine Moral auflegen. Die Natur ist ohne Moral, sie “isst” einfach!

Montag, 26. September 2011

Meine Frau mit dem dicken Hammer, der Erkenntnis

Heute Morgen saß ich ein wenig auf der Terrasse und sinnierte über mein, gerade zu Ende gelesenes Buch (Der leere Spiegel; Reine Leere von Janwillem van de Wietering). Irgendwie war ich in einer depressiven Stimmung und entsprechend war meine Meinung über dieses Buch. Der Autor philosophiert in diesem Buch über den Sinn des Lebens oder noch allgemeiner, über den Sinn des Sein. Kurz zusammenfassend, aus meiner entsprechenden Laune heraus, ist das Leben im Allgemeinen sinnlos, hoffnungslos und unnütz. Wenn man sich die Spezies Mensch und seinen Planeten Erde im Vergleich zum Universum und allem was es gibt beschaut, ist der Mensch ein verschwindendes NICHTS. Es spielt keine Rolle, ob da auf der Erde eine Spezies die Welt auslöscht, so wie wir sie kennen. Es ist, egal ob hier Atomkraftwerke explodieren, es ist, egal ob die Natur zugrunde geht, oder die Atmosphäre verschwindet. Dem Universum ist das furchtbar egal. Selbst wenn die Erde in einem schwarzen Loch verschwinden würde und damit alles, was auf ihr ist, es wäre nicht von Bedeutung.

Mit dieser Erkenntnis und diesem Trübsal saß ich da und sinnierte über den Sinn des Lebens. Warum anstrengend? Wozu sich Mühe geben und überhaupt irgendetwas erreichen wollen?

Dies versuchte ich meiner Frau, heute Morgen zu vermitteln. Und was macht sie? Sie packt den Hammer der Erkenntnis raus und klopft mir damit derartig kräftig auf den Schädel, dass ich da sitze und absolut sprachlos bin. Ich, der sich mit Zen, Buddhismus, Daoismus und Nihilismus beschäftigt und bei guten Lehrern ist.

Und was hat meine Frau auf den Hammer geschrieben?

Dass es wichtig ist, was für einen Sinn ICH meinem Leben gebe! Nicht danach frage, welchen Sinn das Sein auf der Erde hat, sondern welchen Sinn ICH MEINEM Leben gebe. Was will das eigene Ego? Wo will es hin und was will es tun, das eigene Ich? Findet man das und strebt man danach, tut sein Bestes um dies zu erreichen, dann lebt man ein sinnvolles Leben!

Danke für die Klöppe!

Montag, 5. September 2011

Mittwoch, 31. August 2011

Die fünf Reiki-Lebensempfehlungen

Oft werden die folgenden fünf Empfehlungen als Regeln tituliert. Was in meinen Augen der Lehre von Dr. Mikao Usui wider läuft. Es sollten, in meinen Augen keine REGELN sein, sondern Empfehlungen.

1. Gerade heute lasse allen Ärger los.
2. Gerade heute lasse alle Sorgen los.
3. Gerade heute sei voller Dankbarkeit.
4. Gerade heute arbeite gewissenhaft.
5. Gerade heute sei liebevoll zu allen Wesen.

Diese Empfehlungen implizieren eine buddhistische Philosophie. Der Passus “Gerade heute” verbindet für mich die Weisheit das man immer nur das “Jetzt” verändern kann. Die Vergangenheit ist vergangen, die Zukunft noch nicht geschehen. Darauf haben wir keinen Einfluss, auf das JETZT haben wir Einfluss.

Sonntag, 17. Juli 2011

Praxis

 

„Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Montag, 13. Juni 2011

Glückskeks-Buch

Die Klugen lernen mehr von den Dummen,

als die Dummen von den Klugen.


In einem Forum, welches ich verfolge, wurde dieser Tage darüber gesprochen, dass es doch besser wäre, sich von Menschen fernzuhalten, die “noch nicht soweit wären”, und die Welt nicht aus der ökologischen, alternativen, ganzheitlichen Sicht sehen. Hintergrund dabei war, dass die “Welt” sich immer mehr dem Kommerz, dem Materiellen und dem Geld hinwendet.

Nun, ich sehe es ein wenig anders. Sicherlich gibt es diese beiden Bereiche. Menschen, die darauf achten, dass sie nachhaltig, gesund und ökologisch leben. Für unsere Erde ist das sicherlich die sinnvollere Lebensweise, aber auch die anderen muss es geben. Das Eine bedingt immer das Andere.

Ich für meinen Teil versuche, wenn sich mir die Gelegenheit bietet, als Vorbild und nicht mit erhobenen Zeigefinger zu agieren.

Das Neijing, das Buch des gelben Kaisers behandelt dieses Thema, in gewisser Weise, direkt im ersten Kapitel. Kommentare hierzu, sehr schön zusammengefasst hier:

Kapitel 1 - Die universelle Wahrheit

Freitag, 3. Juni 2011

Zen 38

38 Tage am Stück habe ich, jeden Morgen um ca. 5.00 Uhr meditiert. 25 Minuten, 38 Tage, jeden Morgen. Höhen und Tiefen, Affengeist, Stille. Alles habe ich mitgenommen und mit so mancher Schwierigkeit gekämpft.

Seit zwei Tagen habe ich nun nicht meditiert und muss gestehen, dass es mir jetzt eine Pause auch mal gut tut. Nur eines steht schon fest, ich werde nach den Christi-Himmelfahrts-Tagen wieder mit meiner täglichen Praxis beginnen. Und auch dieses mal werde ich mir notieren, dass ich gesessen habe. Den gerade das ist ein unheimlicher Motivationsgeber gewesen.

Nur ein Ende werde ich mir diesmal nicht vornehmen. Sondern einfach sehen, wie lange ich es “durchhalte”. Ich bin gespannt.

Monsters - DVD

video.de | Videofilm | Monsters

Wir haben uns heute mal diesen Film angeguckt und ich muss ehrlich gestehen, dass ich diesen Film als sehr, sehr langatmig und fast schon langweilig empfand. Die Effekte waren zwar gut, aber nicht wirklich zahlreich und die Charakter fand ich einfach nur blass. Kein wirklicher Schrecken in den Augen, keine wirkliche Emotion am Telefon. Alles nur schön beschwichtigen, bloss keine Angst den armen Leutchen, die Daheim auf die Rückkehr warten schüren.

Alles in allem ein sehr schwacher Film, wie ich finde.

Donnerstag, 28. April 2011

Sonntag, 3. April 2011

Sitzpositionen beim Zazen

SeizaIch habe ein älteres Buch von mir noch mal hervorgekramt und begonnen es zu lesen. Im „Zen als Lebenspraxis“ von Robert Aitken Roshi wird  sehr anschaulich die Zazen-Praxis beschrieben. Unter anderem auch die Sitzpositionen, die man beim Zazen einnehmen kann. Ich habe, meiner Budo-Vergangenheit entsprechend bis jetzt immer im Seiza (Abbildung 1) gesessen. Aitken Roshi schreibt jedoch, dass der Seiza nur eine vorübergehende Sitzhaltung sein sollte, bis man durch Makko Ho-Übung die Geschmeidigkeit für den vollen Lotus-Sitz entwickelt hätte. 

Gut habe ich mir gedacht, dann probierst du es halt mal aus. Und heute Morgen habe ich dann also das „Projekt“ Lotus-Sitz (Abbildung 2) gestartet. Nach gefühlten 5 Minuten musste ich den vollen Lotus Lotus-Sitzauflösen, weil mein rechtes Fußgelenk einfach zu sehr schmerzte. Ich bin dann in den burmesischen Sitz (Abbildung 3) gewechselt und dachte zunächst, dass dieser sehr bequem wäre.

Nach weiteren, gefühlten zehn bis fünfzehn Meditation, merkte ich wie meine Hüftgelenksmuskeln begannen sich zu melden. Ja, und jetzt habe ich kapiert, was es bedeutet los zu lassen. Das ging nämlich einfach nicht! Ich konnte die Oberschenkel einfach nicht locker loslassen, die Muskeln um das Gelenk herum haben immer wieder Rückmeldungen gebracht und so wurde es zu einer kleinen Zitterpartie. Durchgehalten habe ich es, weil es kein Schmerzempfinden war, sondern wirklich ein heftiges Training für diese Muskeln.

Burmesischer SitzWarum ich diesen Blödsinn mache, und nicht einfach wieder zu meinem alten, bewährten Seiza zurückgekehrt bin? Weil ich merkte, dass in meiner Wirbelsäule etwas passierte. Der Energiefluss im Du-Mai-Meridian wurde stärker oder besser, überhaupt erst richtig deutlich. Und da es mich faszinierte, wie schnell es in dieser Haltung geschieht, wollte ich es wissen.

Mein kleines Projekt also für den Monat April, im burmesischen Sitz meditieren und schauen, ob auch die Hüftgelenke soweit öffnen, dass es bequem wird.

Sonntag, 27. März 2011

Blickkontakt

In den letzten Tagen ist mir etwas Bemerkenswertes, wie ich finde, aufgefallen. Ich hatte die Gelegenheit meine Mittagspause in Waldstücken verbringen zu dürfen und habe mir die Beine etwas vertreten. Dabei laufen einem ja hin und wieder Spaziergänger über den Weg.

Das schöne Wetter genießend, war ich sehr gut gelaunt und habe diese Menschen offen angelächelt und versucht Blickkontakt herzustellen. Nicht wirklich bewusst habe ich damit wohl eine Absicht verfolgt, nämlich diese Menschen dadurch zu veranlassen ebenfalls zu lächeln.

Doch dies taten die wenigsten. Die meisten blickten verschämt auf den Boden oder wendeten ihr Gesicht ziemlich demonstrativ in die andere Richtung.

Was ist das, was da einen veranlasst weg zu schauen?

Ist es Unsicherheit, will man alleine sein oder ist es etwas anderes? Vom Gefühl, welches mich dort dann immer befiel, würde ich sagen, dass es bei einem Großteil der Leute Unsicherheit war.

Und was hat diese Unsicherheit ausgelöst? War es, dass ich, ein Fremder, sie so herzlich anlächelte? Oder war es die Tatsache, dass ich, mit einer schwarzen Lederjacke bekleidet, bedrohlich aussah? Ich glaube, es war keines von beiden, sondern die Tatsache, dass viele Menschen einfach nicht mehr so sein können, wie sie es vom Wesen her, eigentlich sein möchten. Innere Zwänge und anerzogene Dinge lassen viele Menschen so handeln.

Das finde ich schade, warum reagieren Menschen ihrer Natur nicht entsprechend? Ich kann es zwar verstehen, aber schade finde ich es dennoch.

Donnerstag, 24. März 2011

Back To The Roots

Ich habe heute mal ein paar Einträge in meinem Blog durchblättert und durfte dabei feststellen, dass ich in letzter Zeit sehr viel einfach nur “weitergeleitet” habe. In meiner Anfangszeit habe ich häufiger meine eigenen Gedanken nieder geschrieben und in der Tat rum sinniert und philosophiert.

Ich möchte versuchen, dies wieder aufleben zu lassen. Ich hoffe es gelingt mir. Daher hier schon mal eine kleine Ankündigung. Der nächste Beitrag wird am Sonntag erscheinen und wird sich mit einem kleinen Phänomen beschäftigen, was innere Zwänge als Thema haben soll. Freut euch schon mal drauf.

Sonntag, 13. März 2011

11:14

Ein Unglück kommt selten alleine, so sagt man.

Ich habe mir heute einen Film von 2003 mit Hilary Swank & Patrick Swazye angeschaut, der da 11:14 heißt.

Hier ein Trailer dazu:

Hierbei geht es um eine wahre gruselige Verkettung von Unglücken. So perfide, dass es schon wieder fast in die Komik abschweift. Ich kann ihn wirklich empfehlen und das obwohl der doch gealterte Patrick Swazye mit spielt.

Samstag, 12. März 2011

Quo vadis Werte: Fall zu Guttenberg - ein Spiegel unserer Gesellschaft

Ein sehr schöner Artikel über den Fall zu Guttenberg.

Quo vadis Werte: Fall zu Guttenberg - ein Spiegel unserer Gesellschaft

Besonders interessant fand ich folgende Passage:

Daneben spiegelt sich im Fall zu Guttenberg ein Wertewandel wider, zeigt dieser doch die Anfälligkeit unserer Gesellschaft für jede Art von Starkult. Was DSDS für die Masse ist, war zu Guttenberg eher für die bürgerliche Schicht und Mitte der Gesellschaft. Ist unserer Gesellschaft so sehr Orientierung und Selbstwert abhanden gekommen, dass wir allerorten irgendwelche (Pseudo-)Helden zum Hochschauen brauchen? Vor vielen Jahren haben wir noch Herz- oder Neurochirurgen bewundert, die in 12 stündiger Operation Herzen verpflanzten oder zerfetzte Unfallopfer wieder zusammensetzten. Heute genügt es, wenn einer im Fernsehen rülpsen kann ohne rot zu werden, um am nächsten Tag 10.000 Fans auf Facebook zu haben. Wir haben verlernt, Vorbilder mit Bedacht und Maß zu wählen, und stellen Werte auf den Kopf. Auf allen Ebenen! Das sollte uns zu denken geben! Und erkennen die aktuell von unserer Gesellschaft gezeugten Helden nicht, dass ihre Halbwertszeit unter der einer Eintagsfliege liegt und sie nur das kurzlebige kommerzielle Produkt alle jener sind, die sie für ihre fragwürdigen Zwecke nutzen - oder besser gesagt missbrauchen? Eine Gesellschaft verdient immer die Kinder, die sie zeugt… Wir müssen wieder lernen, Substanz und Wert zu definieren und zu erkennen.


Eine gute, auf den Punkt gebrachte Formulierung über eine Sache in unsere Gesellschaft, die oft zu beobachten ist.

Danke für diesen Artikel!

Samstag, 26. Februar 2011

Natürlichkeit?

Ich habe gerade einen Beitrag im Daoismus-Forum gelesen. In dem Thread ging es um das daoistische Konsumverhalten. Wie sollte man möglichst daoistisch einkaufen?

Folgende Passage wurde als Antwort gepostet:

Ich würde sagen, du brauchst beim Einkauf von Gemüse und Obst gar nicht die Intuition zu bemühen, deine Sinne geben dir genug Information. Es kann sein, dass sie ein bisschen trainiert werden müssen. Oder du lässt jemand Vorkosten, z.B. ein Kaninchen. Mein Kaninchen zeigte den Unterschied zwischen Biogärtner-Karotte, Gemüseladen-Karotte und Tengelmann-Karotte zuverlässig an. Die erste knabberte sie schnell und ganz auf. Die zweite langsamer und höchstens bis zur Hälfte, die dritte ließ sie entweder unbeachtet liegen oder versuchte nur ein Stückchen. Der Test funktioniert aber nur, wenn das Kaninchen auch wirklich Auswahl hat. Wenn es bisher nur Tengelmann-Karotten bekommen hat, dann frisst es diese natürlich auch. Vielleicht braucht es so wie du auch erst ein wenig Übung, um die Qualität feststellen zu können.

Das Thema finde ich spannend. Zumal, wie konsequent ist man heute in der Lage es zu verfolgen? Wie weit ist die Aufführung der Inhaltsstoffe korrekt und in wie weit sieht es mit dem Geldbeutel aus und kann man es sich leisten?

Bei Obst und Gemüse mag es vielleicht noch gehen, aber wenn man als fleisch”fressendes” Wesen Mensch nicht auf sein Stück verzichten möchte, greift man dann auch zum drei bis fünf-fach so teurerem Stück Fleisch? Ich muss ehrlich sagen, ich greife gerne zu Fleisch, aber je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, um so häufiger denke ich tatsächlich drüber nach, nicht doch zum Vegetarier oder gar Veganer zu werden.

Freitag, 18. Februar 2011

Der Frühling naht

Überall sind bereits Zeichen des Frühlings zu sehen, zu hören und zu riechen. Zeit des Aufbruchs, des Neubeginns, der Aktivität. Reflektierend auf den Winter ist die Zeit der Besinnung, der Sammlung und des Rückzugs vorbei.

Eine Freundin schrieb mir dieser Tage, dass man von mir lange Zeit nichts mehr gehört habe. Ja das stimmt und ich danke ihr für diese Anmerkung. Sie hat mir nämlich etwas bewusst gemacht. Mir ist heute bewusst geworden, wie weit ich die letzten Wochen mit mir selber beschäftigt war. Und das Schlimme daran ist, dass ich es nicht in der Form gemerkt habe.

Ist es nicht so? Manchmal ist man in seiner eigenen Welt derart verstrickt, dass man gar nicht bemerkt wie sehr das einen einhüllt und immer mehr in seiner Bewegungsfreiheit einschränkt? Der Kokon zieht sich immer enger zusammen und immer kleiner werden die Möglichkeiten. Unheimlich anstrengend wird es dann, wenn man aus dieser Hülle ausbrechen will oder muss.

Doch auch der Schmetterling schafft das.

Was ich damit sagen will, ist, dass jetzt die Zeit der Aktivität kommt und auch wenn der Beginn schwer und anstrengend ist, es lohnt sich und bewirkt befreiend. Das einzige was dazu notwendig ist, ist das Beginnen. Und das immer wieder, jede Woche, jeden Tag, jede Stunde. Jeden Moment muss man beginnen!

Mittwoch, 9. Februar 2011

Im chinesischen Kalender ist 2011 das Jahr des Hasen

Am 03. Februar 2011 war es soweit, laut dem Mondkalender der Chinesen haben wir nun das Jahr des Hasen. Ganz genau gesagt, dass des Metall-Hasen. Ausführlichere Beschreibung findet ihr hier:

Im chinesischen Kalender ist 2011 das Jahr des Hasen

Ich freue mich auf dieses Jahr, weil ich aus gesundheitlichen Gründen beschlossen habe, dieses Jahr ruhiger und bewusster anzugehen. Mit bewusster meine ich, dass ich mich nicht in zahllose Aktivitäten verzetteln möchte und ganz bewusst mehr auf mich selber hören möchte.

Lasst euch dies als Anregung mal durch den Kopf gehen! :)

Donnerstag, 27. Januar 2011

Heinrich Jacoby

Folgendes habe ich im Blog von ralphbuttler heute gelesen

„Wie der Mensch in einer bestimmten Situation reagiert, wird weitgehend durch die Auswirkungen seiner bisherigen Geschichte bestimmt. Er reagiert so, wie seine jeweilige Möglichkeit, anwesend zu sein, es ihm gestattet, und kein Mensch hat es schwerer, anwesend zu sein, als der, der Angst hat“.

Und ja, da ist viel wahres dran!

Sonntag, 2. Januar 2011

Micmacs – Uns gehört Paris!

Ein Film der besonderen Art. Typisch französisch, im Ganzen doch eher ein stiller Film, mit innovativen Ideen und außergewöhnlichen Charakteren.

Er erzählt die Geschichte von Bazil, der durch widrige Umstände alles verliert. Außergewöhnliche Menschen findet und sich an seinen Peinigern in sehr ungewöhnlicher Weise rächen kann.

Micmacs - Uns gehört Paris

Ein Film von Jean-Pierre Jeunet, aus dessen Feder auch Filme wie Delicatessen, Alien – Die Wiedergeburt, Die fabelhafte Welt der Amélie und Mathilde – Eine große Liebe stammen.

Ich muss sagen, dieser Film ist seit Langem wieder ein Kunstwerk, welches aus der Masse wirklich hervortritt! Ich wünsche viel Spaß damit!